Forschung & Projekte

Überblick über unsere Forschungsprojekte

1. Digitale Ansätze & Echtzeit-Interventionen (E-Mental-Health)

REFLECT: Machbarkeit einer randomisiert-kontrollierten Pilotstudie zur Verbesserung emotionaler und kognitiver Mentalisierungsprozesse unter Stress bei Studierenden
REFLECT Studie

Studierende weisen erhöhte psychische Belastungen und eine höhere Prävalenz psychischer Erkrankungen auf, während wirksame und skalierbare Präventionsprogramme bislang nur begrenzt verfügbar sind. Beeinträchtigungen im Mentalisieren – der Fähigkeit, eigenes und fremdes Verhalten anhand zugrunde liegender mentaler Zustände wie Gedanken, Emotionen und Motive zu verstehen – gelten als zentraler transdiagnostischer Risikofaktor für Psychopathologie. Dabei ist Mentalisieren kein stabiles Persönlichkeitsmerkmal, sondern schwankt in Abhängigkeit von situativem Stress und kann insbesondere in hochbelastenden Situationen vorübergehend beeinträchtigt werden.

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung und Evaluation einer innovativen, kontextadaptiven digitalen Echtzeit-Intervention im Sinne einer Ecological Momentary Intervention (EMI), die momentane Einbrüche im Mentalisieren im Alltag erkennt und darauf reagiert. Die Intervention kombiniert mentalisierungs- und achtsamkeitsbasierte Übungen, die personalisiert und adaptiv bereitgestellt werden.

In einer randomisiert-kontrollierten Pilotstudie werden 90 Studierende mit erhöhtem Stressniveau (Perceived Stress Scale > 22) entweder der Interventionsgruppe oder einer Wartelisten-Kontrollgruppe zugewiesen. Während des Interventionszeitraums erhalten die Teilnehmenden kontextsensitive Echtzeit-Impulse und Übungen. Primäre Zielgrößen umfassen Machbarkeit, Akzeptanz, Nutzung und Nutzerzufriedenheit. Sekundäre Zielgrößen untersuchen erste Effekte auf momentanes Mentalisieren, wahrgenommenen Stress und weitere psychologische Variablen. Die Erhebungen erfolgen zu Baseline, nach Abschluss der Intervention (6 Wochen) sowie in Follow-ups nach 12 und 24 Wochen.

Durch die Integration von Echtzeit-Erfassung und Intervention adressiert das Projekt eine zentrale Lücke aktueller Präventionsansätze. Die REFLECT-Studie führt eine hochinnovative, individualisierte und skalierbare Strategie zur Förderung der Mentalisierungsfähigkeit und psychischen Gesundheit von Studierenden ein und könnte darüber hinaus wichtige Implikationen für transdiagnostische Präventionsansätze liefern.

Präregistrierung: Noch ausstehend

Projektleitung: Dr. Lina Braun

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Jana Volkert

Mitarbeitende: Lisa Hamm

Laufzeit: Studienstart Juni 2026

Die STAY-MIND Studie: Eine EMA-Studie zu momentanen Mentalisierungsprozessen im Alltag belasteter Studierender
STAY-MIND Studie

Mentalisierung bezeichnet die Fähigkeit, mentale Zustände wie Emotionen, Wünsche, Überzeugungen, Ziele und Verhaltensweisen bei sich selbst und anderen wahrzunehmen, zu reflektieren und angemessen einzuordnen. Diese Fähigkeit ist entscheidend für die Bewältigung sozialer Interaktionen sowie für die Regulation von Emotionen und Verhalten. Beeinträchtigungen der Mentalisierung wurden mit verschiedenen Formen von Psychopathologie in Verbindung gebracht. Neuere Forschung betrachtet die Mentalisierung als einen dynamischen, situationsabhängigen Prozess, der sich innerhalb von Individuen im Alltag kontinuierlich verändert. Derzeit existiert jedoch kein validiertes Instrument, das die momentane Mentalisierung im Alltag zuverlässig erfasst.

Das STAY-MIND-Studie soll eine neu entwickelte Batterie aus Items für die ökologische Momentaufnahme (EMA) zur Erfassung der momentanen Mentalisierung validieren und deren Variabilität in Abhängigkeit von sozialen Kontexten und Stress untersuchen. Die Items wurden im Rahmen eines strukturierten, iterativen Delphi-Verfahrens unter Beteiligung von Expert:innen und Erfahrungsexpert:innen entwickelt. Eine nicht-klinische Stichprobe aus Hochschulstudierenden mit erhöhtem Stressniveau absolviert zunächst eine Baseline-Befragung. Während einer zehntägigen EMA-Phase erhalten die Studierenden täglich sechs zeitrandomisierte Prompts innerhalb eines festgelegten Zeitfensters und können zusätzlich selbst EMA-Erfassungen initiieren. Jeder Prompt erfasst den aktuellen sozialen Kontext, die emotionale Verfassung, das empfundene Stressniveau, die momentane Selbst- und Andere-Mentalisierung sowie depressive Symptome, Rumination, psychologische Flexibilität und Selbstmitgefühl. Unmittelbar nach Abschluss der EMA-Phase folgt eine Nachbefragung (T1), gefolgt von einer Follow-up-Befragung nach drei Monaten (T2).

Diese Studie zielt darauf ab, ein neu entwickeltes Instrument zur Erfassung der momentanen Mentalisierung erstmals zu validieren und Einblicke in deren dynamische Schwankungen im Alltag zu gewinnen.

Präregistrierung: OSF-Projektseite

Projektleitung: Dr. Lina Braun

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Jana Volkert

Mitarbeitende: Dominik Bartoszek

Finanzierung: Unterstützt durch die Clemens-Gabriel-Stiftung

Laufzeit: Juli 2025 – Mai 2026

Die MIND-SET Studie: Mentalisierung, interpersonelle und neurophysiologische Prozesse sowie Stressverarbeitung in der Depressionsbehandlung
MIND-SET Studie

Major Depression (MDD) zählt weltweit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und geht mit erheblichen funktionellen Beeinträchtigungen sowie hohen Nichtansprechraten auf Standardbehandlungen einher. Mentalisierung, als die Fähigkeit, eigene und fremde mentale Zustände zu verstehen, gilt als ein zentraler transdiagnostischer Mechanismus, der bei MDD häufig beeinträchtigt ist. Aktuelle Modelle konzeptualisieren Mentalisieren dabei nicht als stabiles Persönlichkeitsmerkmal, sondern als dynamischen, stresssensitiven Prozess, der insbesondere bei Personen mit frühen Belastungserfahrungen unter interpersonellem Stress und negativem Affekt vorübergehend beeinträchtigt werden kann.

Die MIND-SET-Studie baut auf der im Vorgängerprojekt STAY-MIND erfolgten ersten Validierung eines Ecological Momentary Assessment (EMA)-Instruments zur Erfassung momentanen Mentalisierens in einer nicht-klinischen Stichprobe auf. Die MIND-SET-Studie untersucht hierbei die Anwendbarkeit des Instruments bei klinisch depressiven Patient:innen sowie dessen Zusammenhang mit physiologischen Stresssystemen.

Die MIND-SET-Studie untersucht die momentane Mentalisierungsfähigkeit in einer klinischen Stichprobe von 150 Patient:innen mit Major Depression in psychosomatischer Behandlung. Während einer 10-tägigen EMA-Phase erfassen die Teilnehmenden momentanes Mentalisieren, Stress, Affekt und sozialen Kontext mithilfe zeit-, ereignis- und physiologisch ausgelöster Abfragen. Parallel dazu werden physiologische Stressmarker (Herzratenvariabilität und elektrodermale Aktivität) kontinuierlich über mobile Sensoren gemessen. Die Baseline-Erhebung (T0), Abschlussbefragung nach 4 Wochen (T1) und Follow-up-Erhebungen nach 3 (T2), 6 (T3) und 12 Monaten (T4) umfassen Maße zu Depressionsschwere, Kindheitstraumata, Persönlichkeitsfunktionen sowie weiteren psychosozialen Variablen. Die Daten werden mithilfe von Mehrebenenmodellen und psychometrischen Analysen ausgewertet.

Ziel der Studie ist die Validierung des neu entwickelten EMA-Instruments in einer klinischen Population sowie die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen stressbezogenen physiologischen Reaktionen und momentanen Veränderungen im Mentalisieren. Die Ergebnisse sollen zum besseren Verständnis alltagsnaher sozioemotionaler Dysfunktionen bei Depression beitragen und die Entwicklung personalisierter digitaler Interventionen unterstützen, die auf akute Mentalisierungseinbrüche abzielen.

Präregistrierung: Noch ausstehend

Link zum Flyer

Link zum Forschungsposter (EMA-Studie)

Projektleitung: Dr. Lina Braun

Projektbeteiligte: Prof. Dr. Jana Volkert

Mitarbeitende: Madalena Schänzle, Isabel Bah

Finanzierung: gefördert durch das Bausteinprogramm der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Ulm (ca. 110.000 €, zwei Jahre)

Laufzeit: Mai 2026 – April 2028

HelpingParentsMinds

In diesem Projekt wird ein mentalisierungsbasierter Prototyp eines Smartphone-​Spiels mit und für Eltern aus sozial benachteiligten Verhältnissen entwickelt, bei denen ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme vorliegt oder bereits eine psychische Belastung besteht.

Der Prototyp des Spiels zielt darauf ab, die Fähigkeit der Eltern zu trainieren, ihre Kinder zu mentalisieren, d. h. ihre Fähigkeiten zu verbessern, über mentale Zustände nachzudenken, die dem Verhalten ihrer Kinder zugrunde liegen könnten, wodurch sie ihre Reaktion stärker auf die Bedürfnisse ihrer Kinder ausrichten können.

Durch die Verbesserung der Mentalisierungsfähigkeit der Eltern können der elterliche Stress verringert und die Interaktionen innerhalb der Familie verbessert werden.

Der Prototyp des Spiels wird in einem Co-​Design-Prozess entwickelt und getestet, an dem Eltern mit unterschiedlichem Hintergrund aus der Stadt und dem Umland von Ulm beteiligt sind.

2. Klinische Wirksamkeits- und Versorgungsstudien

Leuchtturm-Elternprogramm (Klinisch): Implementierung und Evaluation der mentalisierungsbasierten Elternpsychotherapie im stationären und teilstationären Setting

Seit Dezember 2021 haben wir in der Ambulanz für Familientherapie am Institut für Psychosoziale Prävention ein neues mentalisierungsbasiertes Programm für Eltern mit psychischen Belastungen im Online-Setting implementiert.

Ziel des Programms

Das mentalisierungsbasierte Leuchtturmprogramm (Byrne & Lees, 2017) wurde auf der Grundlage der Mentalisierungsbasierten Therapie (MBT; Taubner, 2019) entwickelt. Schwerpunkt der Behandlung ist es, Schwierigkeiten in der Beziehung zwischen Eltern und Kind zu verbessern. Die Zuschreibung negativer Affekte auf das Kind soll unterbrochen und einem Misshandlungsrisiko vorgebeugt werden. In dem Programm werden Eltern metaphorisch als Leuchtturm für ihre Kinder verstanden. Wenn der Leuchtstrahl des Leuchtturms voll erstrahlt (Mentalisierungsfähigkeit), können Eltern ihr Kind gut wahrnehmen, sich einfühlen und auf dieser Basis adäquat auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen.

Das Ziel des Leuchtturmprogramms ist es, den Eltern zu ermöglichen v.a. in belastenden Situationen (z.B. bei Stress, in einer depressiven Krise) ihren Leuchtstrahl leuchten zu lassen und eine gute Beziehung mit ihrem Kind gestalten zu können bzw. Konflikte lösen zu können.

Aufbau des Programms

Das Programm besteht aus 8 wöchentlichen Gruppensitzungen und 3 begleitenden Einzelsitzungen, die online stattfinden. In den Gruppensitzungen stehen die Psychoedukation, Übungen und Rollenspiele und gemeinsames Nachdenken oder Reflektieren über unsere Beziehungen als Eltern zu unseren Kindern im Mittelpunkt. In den Einzelsitzungen können Inhalte aus den Gruppensitzungen sowie individuelle Themen vertieft werden.

Begleitend zu den Gruppen- und Einzelsitzungen bekommen die Teilnehmer:innen ein Smartphone für den Zeitraum des Programms, auf dem sie tägliche Abfragen und Übungen begleitend zum Programm erhalten. Dies soll die Gruppenarbeit vertiefen und den Transfer des Gelernten in den Alltag einüben und stärken.

Darüber hinaus können die Teilnehmer:innen die Informationen auf dieser Webseite und insbesondere die programmbegleitenden Metaphern und Videos nutzen.

Projektkoordination /-leitung

Prof. Dr. Jana Volkert

Mitarbeiter

M.Sc. Psych. Elisa Merkenschlager

MaGnet-Studie: Untersuchung der Wirksamkeit ambulanter Mentalisierungsbasierter Therapie (MBT) bei Borderline Persönlichkeitsstörungen im Vergleich zur Richtlinienpsychotherapie

Die Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) ist eine schwere psychische Störung, die mit hohen Belastungen verbunden ist. Obwohl in den letzten Jahren eine Reihe vielversprechender Therapien entwickelt wurden, besteht eine hohe Notwendigkeit, die Versorgungssituation dieser Patientengruppe weiter zu verbessern. Die MaGnet-​Studie untersucht die Wirksamkeit von Mentalisierungsbasierter Therapie (MBT) bei Patienten mit BPS im Vergleich zur besten aktuell verfügbaren Richtlinienpsychotherapie („Bona Fide Treatment“, BFT) in ambulanter Behandlung.

In die Studie werden männliche und weibliche Patienten mit der Diagnose BPS eingeschlossen, die zwischen 18–65 Jahre alt sind und selbstverletzendes Verhalten oder Suizidversuche in den letzten zwei Jahren aufweisen, wobei das letzte Ereignis nicht länger als sechs Monate zurückliegt.

In fünf Rekrutierungszentren in Deutschland werden N=544 BPS Patienten auf die Einschlusskriterien untersucht und beim Vorliegen der Kriterien und einem informierten Einverständnis in einen der beiden Therapiearme randomisiert.

Die Behandlung mit MBT ist auf 12 Monate angelegt, BFT kann länger oder kürzer sein. Die Intent-to-treat Stichprobe ist auf 304 Patienten berechnet. Der primäre Endpunkt nach 12 Monaten Follow-Up erfasst die Anzahl an Krisenereignissen in Bezug auf suizidales und selbstverletzendes Verhalten.

Sekundäre Zielkriterien sind Kosteneffektivität, Schwere der BPS- und anderer psychiatrischer Symptome, allgemeines und interpersonales Funktionsniveau, Lebensqualität, Veränderung der Medikation und Therapieabbruch.

Ziel der Studie ist die experimentelle Testung der Effektivität der MBT als eine innovative BPS-spezifische und kosteneffektive Behandlungsmethode.

Bei Interesse oder Fragen zur Teilnahme melden Sie sich gerne über die Studien-E-Mailadresse: Magnet.Studie@uniklinik-ulm.de

Projektkoordination /-leitung

Prof. Dr. Jana Volkert

Prof. Dr. Harald Gündel

Mitarbeiter

M.Sc. Psych. Ellen Wolff

Finanzierung

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Projekt Homepage

Laufzeit

2023 - 2028

Flyer für interessierte Patient*innen (PDF)

3. Transdiagnostische Mechanismen & Grundlagenforschung

  • Synchronie-Studie: Untersuchung der Zusammenhänge zwischen non-verbaler
    Kommunikation, Persönlichkeitsfunktionen, Mentalisierung und epistemischem
    Vertrauen.

  • PACE-Studie: Identifikation von moderierenden und mediierenden Faktoren
    (Trauma, Mentalisierung) bei pandemiebedingtem Stress.

  • Transdiagnostic Assessment (DMRS-SR-30): Psychometrische Evaluation von
    Abwehrmechanismen und deren Zusammenhang mit dem
    Persönlichkeitsfunktionsniveau.

  • Obwohl die Wirksamkeit von Psychotherapie zur Behandlung psychischer Erkrankungen gut belegt ist, bleiben die Effektstärken moderat und die Mechanismen therapeutischer Veränderung bislang nicht vollständig verstanden. Sprache stellt das zentrale Medium dar, über das psychologische Erfahrungen in der Psychotherapie ausgedrückt und verändert werden. Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz, insbesondere im maschinellen Lernen und bei Large Language Models (LLMs), eröffnen neue Möglichkeiten zur systematischen Analyse sprachlicher Daten sowie zur Verbesserung diagnostischer und prozessbezogener Verfahren.

    Die SAVER-Studie untersucht, ob automatisierte Sprach- und Sprechanalysen die Diagnose psychischer Erkrankungen und die Symptomschwere vorhersagen, psychotherapeutische Interventionen und Veränderungsprozesse identifizieren sowie die Robustheit dieser Modelle unter Bedingungen anonymisierter Sprachdaten bewerten können. Darüber hinaus untersucht die Studie die Fähigkeit von LLMs, therapeutische Interaktionen zu simulieren. SAVER ist eine multizentrische, naturalistische Beobachtungsstudie mit N = 500 Erwachsenen (18–65 Jahre), die sich in ambulanter oder (teil-)stationärer Psychotherapie in Deutschland befinden.

    Audioaufnahmen und Transkripte diagnostischer und therapeutischer Einzelsitzungen werden mit standardisierten klinischen Interviews sowie Selbstberichtsverfahren kombiniert. Mithilfe maschineller Lernverfahren werden sprachliche sowie prosodisch-akustische Merkmale extrahiert, um (1) diagnostische Vorhersagen zu treffen, (2) therapeutische Techniken und Prozessvariablen (z. B. therapeutische Allianz, Motivation, Mentalisieren) zu identifizieren, (3) die Robustheit unter anonymisierten Sprachdaten zu prüfen und (4) LLM-basierte Simulationen von Therapeut:innen-Patient:innen-Interaktionen zu evaluieren.

    Die Studie wird einen großen multimodalen Datensatz generieren, um KI-basierte Analysen psychotherapeutischer Prozesse weiterzuentwickeln und Sprache mit der Diagnose psychischer Erkrankungen sowie therapeutischer Veränderung zu verknüpfen. Die Ergebnisse sollen diagnostische Verfahren verbessern und zu einem vertieften Verständnis der Mechanismen psychotherapeutischer Behandlung beitragen.

    Präregistrierung: Noch ausstehend

    Flyer für interessierte Patient:innen und Therapeut:innen: [Link]

    Projektleitung am Standort Ulm: Dr. Lina Braun
    Projektbeteiligte am Standort Ulm: Prof. Dr. Jana Volkert
    Mitarbeitende am Standort Ulm: Madalena Schänzle

    Gesamtprojektleitung: Dr. Christian Schmitz (ZI Mannheim); Dr. Gabriel Bonnin (Ruhr-Universität Bochum)

    Projektpartner: Dr. Hannah Wallis (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg); PD Dr. Johannes Kopf-Beck (Ludwig-Maximilians-Universität München); Dr. Fabian Rottstädt (Friedrich-Schiller-Universität Jena) sowie weitere Kooperationspartner:innen an den beteiligten Standorten.

Abgeschlossene Projekte:

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  • Das Leuchtturm-Elternprogramm zielt darauf ab, feinfühliges Elternverhalten bei psychisch belasteten Eltern zu fördern. Das Programm wurde entwickelt, um die Fähigkeit der Eltern zu stärken, neugierig auf die innere Welt ihres Kindes zu sein, Missverständnisse in der Beziehung zu ihrem Kind besser zu verstehen und die Beziehung nach Belastungen oder Konflikten wiederherzustellen.

    Schwerpunkt der Behandlung ist es, Schwierigkeiten in der Beziehung zwischen Eltern und Kind zu verbessern. Die Zuschreibung negativer Affekte auf das Kind soll unterbrochen und einem Misshandlungsrisiko vorgebeugt werden.

    Ziel dieser Machbarkeitsstudie ist es, das Online-Leuchtturm-Elternprogramm sowie ergänzende Mikrointerventionen (Ecological Momentary Interventions, EMI) für belastete Familien anzupassen und zu implementieren sowie Compliance, Akzeptanz und Zufriedenheit mit diesen Interventionen zu erfassen. Darüber hinaus sollen erste Hinweise auf die Wirksamkeit des Online-Leuchtturm-Elternprogramms und der ergänzenden Mikrointerventionen gewonnen werden.

    Projektleitungen: Prof. Dr. Jana Volkert (Universität Ulm), Dr. Anna Georg (Universität Heidelberg), Dr. Julia Holl (Universität Heidelberg), Prof. Dr. Svenja Taubner (Universität Heidelberg)

    DRKS-ID: DRKS00027423

    Förderung: Medizinische Fakultät Heidelberg, 2020

    Laufzeit: 2021 – 2025