Willkommen

beim mindlab Ulm

Sektion Translationale Psychotherapie

Als „Forschungslabor für die Psyche“ – mindlab ulm– haben wir das Ziel, psychische
Erkrankungen durch innovative und wissenschaftlich fundierte Behandlungsansätze besser zu verstehen und zu behandeln. Wir fokussieren uns auf psychische Erkrankungen, insbesondere psychosomatische Störungen und Persönlichkeitsstörungen. Dabei blicken wir über Diagnosegrenzen hinaus: Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf transdiagnostischen Ansätzen und den zugrunde liegenden latenten Variablen der Psychopathologie – wie beispielsweise der Mentalisierungsfähigkeit. Um diese Prozesse im
Alltag messbar zu machen und gezielt zu intervenieren, setzen wir auf digitale und
psychophysiologische Methoden.

Unsere Motivation und Ziele

  • Verstehen: Wir erforschen die Entstehung psychischer Störungen ganzheitlich. Um latente Variablen der psychischen Gesundheit im Alltag messbar zu machen, erfassen wir neben dem psychologischen Erleben auch nonverbale Kommunikation (Synchronisationsprozesse) sowie physiologische Stressmarker, wie Herzratenvariabilität und elektrodermale Aktivität.

  • Entwickeln: Wir erproben innovative Konzepte für die Therapie von morgen. Ein
    Schwerpunkt liegt auf digitalen Ansätzen wie Ecological Momentary Assessments und Interventions (EMA/EMI), die im Alltag der Patient:innen ansetzen – beispielsweise durch Smartphone-basierte Echtzeit-Interventionen zur Förderung der Resilienz bei Stress.

  • Verbinden: Wir verknüpfen klinische Versorgung, Forschung und Lehre eng miteinander.

Neuigkeiten

Februar 2026

  • Description Als Teil einer internationalen Forschungsgruppe haben Jana Volkert und Felix Groß eine Übersichtsarbeit veröffentlicht, die untersucht, ob die aktuelle Forschung belastbare Aussagen zu Wirksamkeit und Sicherheit von KI-Anwendungen wie (wie z.B. ChatGPT) im Bereich der psychischen Gesundheit erlaubt.

    Die Ergebnisse zeichnen ein gemischtes Bild: Obwohl jeden Monat viele neue Modelle erscheinen, werden diese bislang nur selten anhand einheitlicher Standards untersucht. Systematische Sicherheitsprüfungen - etwa zur Risikoerkennung, Abhängigkeit, Symptomverschlechterung oder potenziell schädlichen Inhalten - sind ebenfalls selten. Gleichzeitig berichten einige Studien über mögliche Symptomverbesserungen durch KI-basierte Interventionen.

    Die Autor:innen schlagen einen Fahrplan für zukünftige Forschung vor. Dazu gehören u.a. standardisierte und klinisch relevante Benchmarks für neue Modelle, um Ergebnisse besser vergleichen zu können. Ziel ist es, eine belastbare Grundlage für klinische, wissenschaftliche und gesundheitspolitische Entscheidungen im Bereich generativer KI zu schaffen.

    Das Preprint ist hier verfügbar: https://osf.io/preprints/psyarxiv/n7qep_v2text goes here

  • DescriptioVom 23. bis 25. Februar 2026 fand in Berlin der Kongress der Early Career Scientists (ECS) des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) statt. Die Veranstaltung brachte Nachwuchswissenschaftler:innen aus verschiedenen DZPG-Standorten zusammen und bot Raum für Austausch, Vernetzung sowie Diskussionen zu Karriere- und Strukturthemen innerhalb des DZPG.

    Felix Groß präsentierte stellvertretend für das TreatMe-Konsortium erste Ergebnisse einer Übersichtsarbeit zu Wirkfaktoren in der Psychotherapie bei Persönlichkeitsstörungen vor. Die Arbeit untersucht, über welche Prozesse psychotherapeutische Behandlungen wirken, und soll dazu beitragen, zentrale Veränderungsmechanismen besser zu verstehen.

    Elisa Merkenschlager stellte Ergebnisse der Adaptations- und Machbarkeitsstudie zur Elternintervention „Leuchtturm-Elternprogramm“, die seit Mitte 2025 in der Psychosomatischen Klinik Ulm durchgeführt wird. Im Fokus stehen die Umsetzbarkeit des Gruppentherapieprogramms für Eltern mit anhaltenden Körperbeschwerden.

    Neben den wissenschaftliche Beiträgen nutzten die beiden Nachwuchswissenschaftler:innen die Veranstaltung zur Vernetzung mit Kolleg:innen aus dem DZPG.n text goes here

  • Ende Januar nahm Elisa Merkenschlager am zweiten Block des Qualifizierungsprogramms für den wissenschaftlichen Nachwuchs des Deutsche Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) teil. Das Programm richtet sich an junge Forschende im Bereich der Psychosomatik und bietet Weiterbildung in Forschungsmethoden sowie zur fachlichen Vernetzung. Die Veranstaltung fand am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf statt.

    Im Mittelpunkt standen quantitative und qualitative Forschungsdesigns sowie interdisziplinäre Ansätze in der klinischen Forschung. Besonders bereichernd war für Elisa der Austausch mit Nachwuchswissenschaftler:innen aus verschiedenen psychosomatischen Arbeitsgruppen.

    Ein fachliches Highlight stellte der Austausch mit Prof. Bernd Löwe dar, dessen Forschung zu anhaltenden Körperbeschwerden inhaltlich eng an Elisas eigene Arbeitsschwerpunkte anschließt. Die Diskussionen lieferten wichtige Impulse für ihr Dissertationsprojekt.

    Neben den inhaltlichen Impulsen bot das Programm vielfältige Gelegenheiten zur Vernetzung mit Kolleg:innen der psychosomatischen Forschung.

Von links: Felix und Elisa gemeinsam mit einer Ulmer Kollegin aus dem Institut für Psychologie und Pädagogik der Universität Ulm (ganz rechts).

November 2025

Prof. Dr. Jana Volkert ist gerade zurück von 2 Tagen Herausgeber:innentreffen der Zeitschrift Psychotherapie im Alter in Jena!

Mit dabei waren Astrid Riehl-Emde, Anne Kathrin Risch, Reinhard Lindner, Meinolf Peters, Bertram von der Stein, Nils Töpfer und Alexandra Wuttke


 Unsere Themen:

  • Konstruktives Treffen mit dem Redaktionsteam des 
    Psychosozial-Verlag

  • Reflexion der vergangenen Ausgaben und Rezeption

  • Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Psychotherapie im Alter

  • Diskussion und Planung zu neuen Themenheften

  • Konkrete Planung der nächsten Schritte für die Weiterentwicklung der Zeitschrift
      In Kürze erscheint das neue Heft „Dynamiken zwischen jungen Therapeut:innen und älteren Patient:innen“, herausgegeben von Nils Töpfer


Mehr dazu: https://lnkd.in/d9uB9j5d

Ein schönes, intensives, produktives Treffen – mit voller Vorfreude auf die kommenden Hefte!

Digitale Unterstützung für Studierende: „Boost your Mind“ beim Young Researchers Science Day

Lina stellte das Projekt „Boost your Mind: Digitale Echtzeit-Intervention zur Förderung von Mentalisierungsfähigkeit unter Stress“ beim diesjährigen Young Researchers Science Day vor, einem Wissenschaftswettbewerb, des Graduate & Professional Training Center Ulm. Nur ausgewählte Projekte, die sich zuvor in einer Vorauswahl durchgesetzt hatten, erhielten die Gelegenheit, ihre Ideen in einem Projektpitch zu präsentieren.

Die randomisiert-kontrollierte Pilotstudie untersucht, wie Studierende genau in Momenten von Stress und Überforderung unterstützt werden können. Dazu wird eine digitale Echtzeit-Intervention (Ecological Momentary Intervention, EMI) entwickelt, die im Alltag gezielt ansetzt und die Fähigkeit zur Selbst- und Fremdreflexion (Mentalisierung) stärkt.Ziel ist es, durch personalisierte, kontextadaptive Unterstützung die psychische Gesundheit und Resilienz von Studierenden nachhaltig zu fördern und damit einen Beitrag zur digitalen Prävention psychischer Erkrankungen im Hochschulkontext zu leisten.

Wir gratulieren herzlich zur Anerkennung und dem Reisegutschein im Wert von 1.800 €!

Oktober 2025

8. ESRII (European Society for Research on Internet Interventions) Konferenz

Lina nimmt Anfang Oktober an der 8. ESRII (European Society for Research on Internet Interventions) Konferenz teil und stellt die Ergebnisse unseres EU-geförderten Projektes "HelpingParentsMinds" vor.

In diesem Projekt haben wir unter Einbezug von interessierten Eltern einen Prototypen für eine digitales Spiel zur Förderung der Mentalisierungsfähigkeit von belasteten Eltern im Umgang mit ihren Kindern entwickelt. Das digitale Spiel basiert auf den Inhalten des Leuchtturm-Elternprogramms.

Die ESRII wird in diesem Jahr von der Vilnius Universität in Litauen ausgerichtet und steht passend zu dem Vortragsthema unter dem Motto "Resilience through Innovation". Die ESRII bringt Forschende aus ganz Europa zusammen, um evidenzbasierte eHealth-Interventionen zur Förderung der psychischen Gesundheit systematisch zu erforschen und weiterzuentwickeln.

Juni 2025

7. Internationalen Konferenz Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT)

Mitte Juni nimmt Elisa an der 7. Internationalen Konferenz Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) teil. Sie wird die ersten Ergebnisse unserer Machbarkeits- und Adaptationsstudie zum Leuchtturm-Elternprogramm für Eltern mit psychosomatischen Störungen vorstellen. 

In diesem Projekt integrieren wir derzeit die mentalisierungsbasierte Elternpsychotherapieintervention in das bestehende Behandlungsangebot der Klinik und untersuchen sie wissenschaftlich. Die MBT-Konferenz wird in diesem Jahr von der Universität Kopenhagen in Dänemark ausgerichtet und steht unter dem Motto „Mentalizing Inside, Outside, and Beyond”.

Sie richtet sich an Kliniker:innen und Forscher:innen weltweit und bietet eine Mischung aus wissenschaftlichen Veranstaltungen und praktischen Workshops, die das gesamte Spektrum der Mentalisierungsforschung und der klinischen Praxis abdecken.

Ulmer Psychosomatische Klinik startet Leuchtturm-​Elternprogramm

Hilfe für psychisch belastete Eltern – ein sicherer Hafen für Kinder

Eltern mit psychischen Erkrankungen stehen vor einer doppelten Herausforderung: Sie kämpfen nicht nur mit eigenen Belastungen, sondern tragen gleichzeitig Verantwortung für eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder. Um betroffene Familien wirksam zu unterstützen, hat die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Universitätsklinikum Ulm unter der Leitung von Professorin Dr. Jana Volkert ein neues Behandlungsangebot ins Leben gerufen: das Leuchtturm-​Elternprogramm.

Mit dem neuen Elternprogramm leistet die Klinik einen wichtigen Beitrag, die Versorgungslücke psychisch belasteter Eltern zu schließen – insbesondere angesichts steigender Fallzahlen und gesellschaftlicher Herausforderungen wie der Zunahme von Alleinerziehenden oder anhaltenden Nachwirkungen der Corona-​Pandemie. Das Leuchtturm-​Elternprogramm wird aktuell im stationären und teilstationären Setting angeboten und wissenschaftlich evaluiert. Perspektivisch ist auch ein ambulantes Angebot geplant, um noch mehr betroffene Familien zu erreichen.